Koronarbypass-Operation: chirurgische Therapie der koronaren Herzkrankheit

Für die chirurgische Behandlung der koronaren Herzkrankheit ist die Bypassoperation der Herzkranzgefäße (Koronar-Arterien) ein seit mehr als 30 Jahren klinisch etabliertes Verfahren mit hervorragenden Ergebnissen. Bei der „Standard“-Bypassoperation werden Funktion von Herz und Lunge vorübergehend mit Hilfe der Herz-Lungen-Maschine ersetzt und das Herz mit speziellen kardioplegischen („das Herz lähmende“) Lösungen komplett stillgestellt, um ein ruhiges Operationsfeld zu schaffen.
Obwohl die Beschwerden und das Risiko eines Herzinfarktes durch medikamentöse und interventionelle Therapie (Herzkatheterintervention, Ballondilatation, Stentimplantation) deutlich gebessert werden können, ist die aortokoronare Bypassoperation, vor allem bei Patienten bei denen mehrere Herzkranzgefäße oder der Hauptstamm betroffen sind, weiterhin die Therapie der Wahl.
Die Aortokoronare Bypass-Operation verbessert die Durchblutung des Herzmuskels und daher die Herzfunktion und die Lebensqualität.

BYPASS MATERIAL

Als Bypass- Material werden patienteneigene Arterien und Venen verwendet:

beide Brustwandarterien (Arteria mammaria), die oberflächlichen Beinvenen (Vena saphena magna (-parva)) sowie Armarterien (Arteria radialis).
Die Entnahme der Beinvene kann in konventioneller Weise mittels Hautschnitt über der gesamten Entnahmestelle erfolgen oder minimal invasiv, endoskopisch. Die endoskopische Venenentnahme erfolgt über einen ca. 2cm großen Hautschnitt unterhalb des Kniegelenks. Mittels dieser Technik kann die gesamte Länge der Beinvene am Oberschenkel entnommen werden.